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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften tEST

PhD Paul Mewes

Verbundvorhaben: Ermittlung von Humusbedarfskoeffizienten für Energiepflanzenarten und -produktionssysteme

   
Mineralisation und Humifizierungseffizienz von exogenem organischen Kohlenstoff im Boden
 
   
Inhalt

Der Anbau von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzpflanzen ist im Allgemeinen mit Humusverlusten verbunden. Diese Humusverluste können durch Zufuhr von organischen Düngern und verschiedene pflanzliche Quellen für organischen Kohlenstoff (C), wie z.B. ober- und unterirdische Ernterückstände, ausgeglichen werden. Der Abbau, der Umbau und die Humifizierung dieser exogenen C-Quellen im Boden wird durch die Interaktion von drei Faktorengruppen reguliert (Jastrow et al. 2007):

(i) chemischen Eigenschaften der organischen Substanz (z.B. C/N-Verhältnis, Ligningehalt), welche die Rekalzitranz beeinflussen,

(ii) Aktivität der Bodenorganismen, die stark von Bodentemperatur und –feuchte beeinflusst wird und

(iii) physikalischen und chemischen Bodeneigenschaften, die zu einer Stabilisierung organischer Verbindungen im Boden führen.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Quantifizierung der Humusersatzwirkung pflanzlicher Reststoffe, die in Energiepflanzenanbausystemen in den Boden eingetragen werden. Dazu wurde zunächst in einem Inkubationsversuch unter kontrollierten Umweltbedingungen der Einfluss von  physikalischen Bodeneigenschaften, der Partikelgröße der exogenen organischen Substanz und der Menge der zugegebenen organischen Substanz auf die Abbaurate bestimmt. In weiteren Inkubationsversuchen und Streubeutelversuchen wird die Humusersatzwirkung von ober- und unterirdischen Pflanzenrückständen von Mais, Futterhirse und Sudangras charakterisiert.

   
Leiter Prof. Dr. C. Engels
Mitarbeiter Paul Mewes