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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften tEST

Kosie

Kohlenstoff in versiegelten und entsiegelten Böden Berlins (Kosie)

English version

Städte sind Hotspots anthropogener CO2-Emissionen. Sie besitzen daher eine besondere Verantwortung für die Umsetzung von Maßnahmen und Strategien zur Vermeidung von Treibhausgasemissionen. Ein systematisches Management der Kohlenstoffspeicher der Berliner Böden fehlt bisher – trotz großen Potenzials. Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, den städtischen Klimaschutz über den Schutz und die Entwicklung der Böden und ihrer Kohlenstoffspeicher zu stärken.

Durch das Projekt „Kosie“ soll ein wissensbasiertes Management der Kohlenstoffspeicher in versiegelten und entsiegelten Böden ermöglicht werden. Da in Berlin bisher nur Informationen zu Kohlenstoffspeichern unversiegelter Böden vorliegen, soll im Projekt zunächst eine wissenschaftliche Datenbasis zu versiegelten und entsiegelten Böden geschaffen werden. Dazu werden solche Standorte im Stadtgebiet systematisch untersucht, Proben entnommen und im Labor analysiert. Die gewonnenen Daten, besonders zu Größe, Art und Verteilung der Kohlenstoffspeicher im Boden, werden auch bezüglich verschiedener Einflussfaktoren ausgewertet. Die Ergebnisse werden für das Klimaschutz-Management der Böden anwenderfreundlich aufbereitet und in Form einer Broschüre der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die 2023 veröffentlicht wird.

Für die Berliner Stadtentwicklung mit dem Ziel „klimaneutrales Berlin 2050“ besitzen Bodendaten eine hohe Planungsrelevanz. Die Projektergebnisse von „Kosie“ sollen die Ziele im „Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030“ unterstützen und Anreize zur Verringerung der Versiegelung und zur Umsetzung von Entsiegelungs- und Ausgleichsmaßnahmen im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes schaffen.

 

Projektbearbeitung:

Tina Thrum, Juliane Klemm, Margarete Korintenberg

Projektleitung:

Prof. Dr. J. Zeitz

Laufzeit: 

11/2019 – 11/2022
Finanzierung:

Das Vorhaben wird im Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Berlin mit dem Förderkennzeichen 1280-B5-O.