Humboldt-Universität zu Berlin - Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften

Themen für Graduierungsarbeiten

Intensive Plant Food Systems (Betreuer Prof. Chen und Mitarbeiter*innen):

 


Genereller Hinweis: Die folgenden Themen erfordern eine statistische Bearbeitung der Ergebnisse. Dafür nutzen wir "R". Sie werden beim Einarbeiten in das Programm und bei der Bearbeitung der Ergebnisse durch unser Team begleitet.


 

Vermeidung züchterischer Selektionsfehler in den frühen Generationen (F2-F4) durch Berück­sichtigung der Konkurrenzfähigkeit

Die Selektion in den F2 bis F4 Generationen ist der wichtigste Schritt im Züchtungsverfahren. Die Pflanzenbestände dieser Generationen sind heterogen. Eine theoretische Studie über Mais (Chen et al., 2019, Journal of Experimental Botany) sowie eine experimentelle Arbeit mit Winterweizen (Weiner et al., 2017, Ecology, 98:2261–2266) lassen vermuten, dass die Konkurrenzfähigkeit eines Genotyps in einem heterogenen Pflanzenbestand dessen Ertragsleistung beeinflusst. In diesem Zusammenhang soll untersucht werden, welche Pflanzeneigenschaften für Konkurrenzfähigkeit eine Rolle spielen (z.B. Lichtaufnahme von Sprossen und Nährstoffaufnahme von Wurzeln) und wie man die Konkurrenzfähigkeit quantifizieren kann. Mithilfe der Ertragsleistung eines Genotyps aus einem heterogenen Bestand und dessen Konkurrenzfähigkeit, soll zusätzlich die Ertragsleistung dieses Genotyps in einem homogenen Bestand prognostiziert werden. (Kultur: Winterweizen).

Forschungsprojekt: DFG Emmy Noether Programm (2021-2026)

Themenbereich: Ertragsphysiologie, Pflanzenzüchtung

Bearbeitungsbeginn: sofort

Typ: Experimentelle Arbeit

 

Nährstoffaufnahme (N und P) und Nährstoffflüsse zwischen Produktionssysteme und Ernteorganen bei hydroponischem Gemüseanbau

Stickstoffs- und Phosphorbedarf der Gemüse sind hoch. Wie schnell und wann Nährstoffe von Pflanzen aufgenommen werden können, ist immer noch unklar. In dieser Arbeit sollen N- und P-Flüsse zwischen Nährlösung und Pflanzenorgane in Abhängigkeit kontrollierbarer Produktionsparameter untersucht werden, um Einflussgrößen zu identifizieren, mit deren Regelung die N- und P-Flüsse so gesteuert werden können. Dadurch sollen der Ertrag und der Nährwert für den Konsumenten sowie die Nährstoffeffizienz erhöht werden. (Kultur: Pak Choi, Gurke oder Tomate)

Forschungsprojekt: BMBF CUBES Circle (2020-2024)

Themenbereich: Ökophysiologie, Pflanzenernährung

Bearbeitungsbeginn: sofort

Typ: Experimentelle Arbeit

 

 

Pflanzenzüchterische Innovationen – Ist die Speicherkapazität von Stickstoff und Kohlenhydraten wichtig für die Ertragsstabilität?

Die Erträge der Weizensorten wurden im Laufe der letzten 50 Jahre erheblich verbessert, aber nicht die Ertragsstabilität. In dieser Arbeit wird die Hypothese getestet, dass die vegetativen Organe ertragsstabiler Weizensorten eine höhere Speicherkapazität für Stickstoff und Kohlenhydrate haben, die in der generativen Phase in die Körner verlagert werden können. (Kultur: Winterweizen)

Forschungsprojekt: DFG Ertragsstabilität (2018-2022)

Themenbereich: Ertragsphysiologie, Pflanzenzüchtung

Bearbeitungsbeginn: sofort

Typ: Experimentelle Arbeit oder chemische Analyse oder Datenauswertung

 

 

Physiologische Grundlage für Ertragsstabilität im Winterweizen

Die Ertragsstabilität von Winterweizen ist eine wichtige Sorteneigenschaft für die deutschen Landwirte. Unser Wissen über die physiologischen Mechanismen, die zur Ertragsstabilität führen, ist bis heute sehr begrenzt. In dieser Arbeit geht es darum, die Ertragsstabilität mithilfe eines großmaßstäblichen Modellierungsansatzes in Kombination mit Phänomik neu zu betrachten. Eine Hypothese wäre, dass die Weizensorten, die während der vegetativen Phase ihren Pflanzenbestand stabiler entwickeln können, auch stabiler im Ertrag sind, da Stickstoff und wasserlöslicher Kohlenstoff in den vegetativen Organen für die Kornfüllung gespeichert werden können.  (Kultur: Winterweizen)

Forschungsprojekt: DFG Ertragsstabilität (2018-2022)

Themenbereich: Ertragsphysiologie, Pflanzenzüchtung

Bearbeitungsbeginn: sofort

Typ: Experimentelle Arbeit oder chemische Analyse oder Datenauswertung

 

Einflüsse des Ploidiegrads auf morphologische (Blattanatomie) und physiologische (Gasaustausch und Stresstoleranz) Eigenschaften der Pflanzen

Veränderung des Ploidiegrads ist eine pflanzenzüchterische Möglichkeit, Kulturpflanzen zu verbessern. Die morphologischen Änderungen durch Ploidiegradveränderung beeinflussen auch die physiologischen Funktionen der Pflanzen, z.B. Transpiration und CO2-Aufnahme. In dieser Arbeit werden die Einflüsse des Ploidiegrads in Brassica spp. (Mason et al., 2014, New Phytologist) auf morphologische und physiologische Merkmale untersucht, um die Beziehung zwischen Genomgröße und Merkmalausprägung zu klären. (Kultur: Brassica spp.)

 

Themenbereich: Ökophysiologie, Pflanzenzüchtung

Bearbeitungsbeginn: sofort

Typ: Experimentelle Arbeit

 

Theoretische Grundlagen der Photosyntheseeffizienz auf Bestandesebene (Canopy Enhance­ment)

Die photosynthetische Effizienz auf der Bestandsebene (canopy) ist höher als die auf der Blattebene. Was entscheidend ist für die Größe dieser Verstärkung der photosynthetischen Effizienz bleibt aber immer schwer fassbar. In dieser Arbeit soll das Phänomen der Bestandsverstärkung mittels Modellierung und Sensitivitätsanalyse des Modells untersucht werden. Diese Analyse wird den Einblick in die Erhöhung der Lichtnutzungseffizient und die Gestaltung der Pflanzenarchitektur ermöglichen.

 

Themenbereich: Ertragsphysiologie, Ökophysiologie

Bearbeitungsbeginn: sofort

Typ: Mathematische Modellierung

 
Obstbau:

Betreuer: Dr. S. Müller

- Bestäubungsleistung der Roten Mauerbiene bei Kulturheidelbeeren

- Förderung lokaler Wildbienenpopulationen in der Kulturheidelbeeranlage in Berlin-Dahlem

- Mykorrhiza-Applikation bei Kulturheidelbeeren

- Die Kommerzialisierung des Obstbaus am Beispiel von Karls Erdbeerhof Elstal

- Obst als Nahrungsergänzungsmittel

 

 

Bei Interesse bitte sofort melden bei

susann.mueller@cms.hu-berlin.de

 

Züchtung

Betreuer: PD Dr. Olbricht, Dr. I. Pinker, u.a.

- Ploidiezüchtung bei Fragaria

 

Bei Interesse bitte melden bei

ina.pinker@cms.hu-berlin.de

 

Weitere Themen für Studienprojekte und Graduierungsarbeiten können direkt mit den Lehrenden vereinbart werden.

         

Hinweise zur Anfertigung der schriftlichen Arbeit und zur Verteidigung erfragen Sie bitte bei dem/der Betreuer*in