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Abb.: Christian Ulrichs

Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Fachgebiet Urbane Ökophysiologie der Pflanzen

Forschung

Forschungsgruppen - Forschungsinformationssystem - Ausstattung

Arbeitsgruppe Ökophysiologie

Gerade unter urbanen Bedingungen sind Pflanzen besonderen Stressbelastungen ausgesetzt. Die bearbeiteten Fragestellungen beschäftigen sich mit den chemischen Wechselbeziehungen als eine Grundlage der Biokommunikation zwischen Zellen innerhalb eines Organismus sowie zwischen verschiedenen Organismen einer Art und auch zwischen verschiedenen Arten innerhalb einer Biozönose. Dabei werden Funktion und Wirkung solcher Signale untersucht. Die Ergebnisse werden im Kontext zu metabolischen Änderungen, die oft mit Qualitätsveränderungen der Produkte einhergehen, interpretiert. Dabei kommen neben molekularen Methoden neuste analytische Messmethoden wie HPLC, GC/MS, und PAS zur Anwendung. 

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. Christian Ulrichs

Arbeitsgruppe Produktqualität / Qualitätssicherung

Die Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Qualitätsdynamik, Nacherntephysiologie und Qualitätssicherung von gartenbaulichen Produkten, unter besonderer Berücksichtigung leicht verderblicher Obst- und Gemüseerzeugnisse der gemäßigten Breiten sowie tropisch/subtropischer Herkunft. Ziel ist die umfassende Bewertung der Produktqualität in der Nahrungsmittelversorgungskette durch Erfassung der Dynamik nacherntephysiologischer Prozesse und Interaktion mit ökophysiologischen Einflussfaktoren während der Ernte, Transport-, Lagerung und Vermarktungsphase. Hieraus werden Maßnahmen für eine produktphysiologisch angepasste und verbraucherorientierter Qualitätssicherung pflanzlicher Nahrungsmittel abgeleitet. Die Forschungsprojekte werden in Zusammenarbeit mit zahlreichen nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen sowie mit verschiedenen Industriepartnern durchgeführt. 

Ansprechpartnerin: Dr. agr. Susanne Huyskens-Keil

Arbeitsgruppe Vermehrungstechnologie / Baumschulwesen

Zu den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten der Arbeitsgruppe Vermehrungstechnologie und Baumschulwesen zählen: Optimierung von autovegetativen und xenovegetativen Gehölzvermehrungsverfahren, einschließlich In-vitro-Vermehrungsverfahren, Stressphysiologische Untersuchungen an Gehölzen für die Verwendung im urbanen Bereich, Untersuchungen zur Verwendungseignung von Gehölzen unter funktionalen und ökologischen Aspekten, Nutzungsmöglichkeiten heimischer Gehölzarten hinsichtlich ihres Gehaltes an wertvollen Inhaltsstoffen für die pharmazeutische und ernährungsspezifische Nutzung sowie umfangreiche Arbeiten auf dem Gebiet der Gehölzselektion und Gehölzzüchtung.

Ansprechpartner: Dr. agr. Matthias Zander

APL Professur Dendroökologie

Die APL Professur Dendroökologie verbindet die Forschungsschwerpunkte der Baumphysiologie mit der Gehölzgenetik und ökologischen Genetik auf Einzelbaum- und Populationsebene. Im Fokus der Forschungsarbeiten stehen die physiologischen Grenzen der Anpassung von Baumarten, genetischen Herkünften und selektierten Genotypen unter den Bedingungen des Klimawandels. Untersucht werden u.a. stoffwechselrelevante Biomarker in verschiedenen Baumkompartimenten vor dem Hintergrund vielfältiger Stressbelastungen. Der Einsatz der Biomarker reicht von Monitoringaufgaben in Wäldern, über die Ursachermittlung von Baumschäden bis zur Selektion von Genotypen mit besonderen anpassungsrelevanten Eigenschaften. Darüber hinaus erarbeitet das Fachgebiet Strategien zur Erhaltung und Vermehrung wertvoller gehölzgenetischer Ressourcen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. habil. Ralf Kätzel


 

Laufende Projekte lassen sich dem Forschungsinformationssystem der HU entnehmen.

 


Ausstattung

Analytisches Labor (Leitung: Nadja Förster)

Im analytischen Labor werden nasschemische Untersuchungen von Pflanzeninhaltsstoffen durchgeführt. Hierzu stehen unter anderem HPLC und GC zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das Labor über Möglichkeiten zur Elektrochemie die momentan im Rahmen von Untersuchungen von Biosensoren Verwendung finden. Für die Analyse von volatilen organischen Gaswechselprodukten (VOC‘s), die im Rahmen der organismischen Kommunikation eine Rolle spielen, stehen unter anderem Bioboxen und mehrere Phytotrone zur Verfügung. In den Bioboxen lassen sich Klimaparameter (Temperatur, rel. Feuchte, Licht) einstellen und Gaswechselparameter messen (CO2, O2, C2H4, O3). Weiterhin verfügt das Fachgebiet über hochwertige Lichtmikroskope.

 

Molekulares Labor (Leitung: NN)

Am Standort Dahlem lassen sich molekulare Untersuchungen durchführen. Neben klassischen Elektrophoresesystemen ist auch eine Real-time-PCR vorhanden. Durch die Mitarbeit im molekularen Zentrum der Fakultät ist der Zugriff auf weiteres Equipment möglich. Alle Labore sind einer gentechnischen Anlage der Sicherheitsstufe 1 (GenTG) zugeordnet.

 

In-vitro-Labor (Leitung: Antje Schmidt)

Das In-vitro-Labor am Standort Dahlem hat sich auf gewebekulturspezifische Untersuchungen von Gehölzen spezialisiert.