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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Ökonomik ländlicher Genossenschaften

„Genossenschaften - Neue Perspektiven an der Schnittstelle zwischen bürgerschaftlichem Engagement und sozialem Unternehmertum“

 

  • Leitung: Prof. Dr. Markus Hanisch
  • Bearbeitung: Marleen Thürling
  • Finanzierung: Herbert-Quandt-Stiftung
  • Laufzeit: September 2015 - März 2018

 

Kurzdarstellung:

Im Forschungsprojekt werden Genossenschaften als erfolgversprechendes Gestaltungsprinzip für die Erbringung von Leistungen im Bereich der Daseinsvorsorge untersucht, insbesondere im ländlichen Raum. Das Projekt liefert einen theoretischen und empirischen Beitrag zur Erklärung der momentanen Entwicklung von genossenschaftlich verfassten Organisationen in den Bereichen Sozialwesen, Kommunales und Infrastruktur. Ziel ist es bestehende Handlungsbedarfe sowie geeignete Maßnahmen zu identifizieren, mit denen die Entstehung und Entwicklung dieser Genossenschaften gefördert werden kann.


Aktuelles aus dem Projekt

Interview für die Lokalhelden Gründerakademie zu Potentialen der Rechtsform Genossenschaft für ländliche Regionen, URL: https://lokalhelden-werden.de/akademie/

Die Tageszeitung Taz berichtet zum Internationalen Genossenschaftstag 2019 über Projektergebnisse: https://taz.de/!5608460/

Nach Expert:innenanhörung im Brandenburger Landtag nimmt die Enquete-Kommission "Ländliche Räume" die Förderung von Genossenschaften in ihrem Abschlussbericht auf. Ausführliche Informationen: https://www.parldok.brandenburg.de/starweb/LBB/ELVIS/parladoku/w6/drs/ab_11200/11258.pdf

Einladung nach Hamburg: Beitrag zur Ringvorlesung "Genossenschaftsbewegung im Aufbruch!", Genossenschaften als soziale Unternehmen? Marleen Thürling, 10.01.2019


 

Projektbeschreibung:

Vor dem Hintergrund bestehender Versorgungslücken entstanden in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche neue Genossenschaften in den Bereichen Soziales, kommunale Dienste und Infrastruktur. Viele dieser Genossenschaften erbringen Dienstleistungen, die von öffentlichem Interesse sind, z.B. im Bereich Soziales (Pflegedienstleistungen, Betreuungsaufgaben, Jugendarbeit) oder Infrastruktur (Transport, Energie, Einzelhandel, Freizeit, Kultur). Die Initiativen werden in hohem Maße vom freiwilligen Engagement ihrer Mitglieder getragen.

Genossenschaftlichen Kooperationen können dort eine Alternative sein, wo sich Markt und Staat aus der Erbringung und Bereitstellung von Versorgungsleistungen zurückgezogen haben. Insbesondere in ländlichen Gebieten wird der Handlungsbedarf noch weiter zunehmen. Eine systematische Untersuchung dieser neuen Genossenschaften, in der die vorhandenen Potentiale aber auch die Grenzen genossenschaftlicher Selbsthilfe im Bereich der Daseinsvorsorge empirisch überprüft werden, steht bislang noch aus.

 

Zielsetzung:

An der Schnittstelle zwischen Engagement-Forschung, Social-Enterprise-Forschung und Genossenschaftswissenschaft widmet sich das Forschungsprojekt der Frage, inwieweit sich bürgerschaftliches Engagement im Bereich der Bereitstellung sozialer und kommunaler Dienstleistungen in der Form von Genossenschaften als tragfähiges und nachhaltiges Organisationsmodell erweisen kann. Angestrebt wird ein theoretischer und empirischer Beitrag zur Analyse von solchen Genossenschaften, die sich sozialen und kommunalen Aufgaben widmen. Analysiert werden soll das Potential dieser Unternehmen, wirtschaftliche und soziale Ziele gemeinsam zu erreichen und damit als Infrastrukturen für die langfristige Bindung bürgerschaftlichen Engagements zu fungieren. Dabei sollen die Vor- und Nachteile der genossenschaftlichen Organisation für die Bindung und Förderung bürgerschaftlichen Engagements herausgearbeitet werden und Handlungsempfehlungen für Politik und Genossenschaftsmanagement formuliert werden.