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Abb.: Ronny Rau

Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Ökonomik ländlicher Genossenschaften

HORIZONTE ERWEITERN – PERSPEKTIVEN ÄNDERN

Innovationen und die Produktion von neuem Wissen werden vorwiegend mit urbanen Räumen assoziiert und dort auch schwerpunktmäßig gefördert. Doch der ländliche Raum dominiert die Fläche in Deutschland und ist ebenso relevant für die nachhaltige Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ländlichen Regionen ist jedoch beeinträchtigt durch wirtschaftliche, strukturelle und geographische Herausforderungen. Viele ländliche Kommunen sind besonders betroffen vom demografischen Wandel. Andererseits weisen ländliche Räume vielfältige endogene Potenziale auf, die bisher unzureichend genutzt und erforscht werden, vor allem durch Netzwerke und Koalitionen regionaler Akteure entlang ökonomischer und sozialer Beziehungen.

 

Das vom BMBF geförderte Forschungsvorhaben »Horizonte erweitern– Perspektiven ändern« analysiert Bedarfe, Bedingungen und Hindernisse für den Wissens- und Technologietransfer im ländlichen Raum und entwickelt gemeinsam mit lokalen AkteurInnen Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für die Förderung regionalspezifischer sozialer und technischer Innovationen. Neben dem Fachgebiet Ökonomik ländlicher Genossenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) sind an diesem interdisziplinären Vorhaben das Fraunhofer Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI), das Leibniz-Institut für Länderkunde (IFL), das Institut für Sozialinnovation e.V. (ISInova), sowie das Fraunhofer Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) beteiligt. 

 

Das Teilvorhaben der HU, mit dem Titel „Innovation über Schnittstellen“, widmet sich der Rolle von Genossenschaften bei der Entdeckung und Verbreitung von Innovationen im ländlichen Raum. Hierfür werden vorhandene Forschungsergebnisse analysiert, empirische Daten erhoben und mithilfe eines systematischen qualitativen Fallvergleichs (QCA) analysiert, um notwendige und hinreichende Bedingungen für einen erfolgreichen Wissens- und Technologietransfer zu ermitteln. Ziel ist, neben der Gewinnung neuer Erkenntnisse über Innovationsprozesse und –netzwerke, die Schaffung eines komplexeren Innovationsverständnisses und damit die Neubewertung des Potenzials ländlicher Räume.

 

 

Finanzierung:    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit:              2017 - 2020


Projektleitung:  Prof. Dr. Markus Hanisch
Bearbeiter:        Anke Wolff, Katrin Martens