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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Ressourcenökonomie

CRISSI

Revitalisierung der Zivilgesellschaft für Resiliente Inselsysteme: Soziale Innovation durch die Verbesserung lokaler Kapazitäten

Beginn: 2018
Ende: 2020
 

Die Auswirkungen der Finanzkrise in Südeuropa sind nicht nur die Spitze des Eisberges der internationalen Finanzkrise, sondern ein vieldimensionales Phänomen, das eng mit den krisenhaften Entwicklungen der noch relativ jungen Demokratien im Süden Europas verknüpft ist. Die griechische Gesellschaft und Wirtschaft sieht sich mit den akuten Symptomen einer langen Geschichte gesellschaftlichen Misstrauens und chronisch institutionellen Verfalls konfrontiert, die die Auswirkungen der Finanzkrise verschärft haben und zu einem weiteren Vertrauensverlust in demokratische Institutionen geführt haben.

Gleichzeitig häufen sich Indizien, dass Teile der Zivilbevölkerung den Auswirkungen der Austerität mit kollaborativen und innovativen Lösungsstrategien (basierend auf Selbstorganisation und Bottom-up-Initiativen) begegnet. Obgleich solch gesellschaftliche Paradigmenwechsel bislang weitgehend unerforscht sind, deutet vieles darauf hin, dass die Krise bereits Übergangsprozesse zu alternativen Entwicklungswegen im Industrie-, Landwirtschafts- und Tourismussektor eingeleitet hat, wenn auch in einer noch fragmentierten und unkoordinierten Weise.

CRISSI hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Prozesse anhand einer Fallstudie auf der griechischen Zykladen-Inselgruppe zu analysieren und in enger Zusammenarbeit mit lokalen Autoritäten und Bevölkerungsgruppen, sowie klein- und mittelständischen Unternehmen zu koordinieren und aktiv zu gestalten. Auf den Zykladen zeichnen sich innovative, sozioökonomische Trends bereits klar ab und hier gesammelte Erfahrungen sollen als Grundlage genutzt werden, um ein Forschungsprojekt im Schwerpunktbereich „Gesellschaftliche Herausforderungen“ von HORIZONT 2020 zu entwickeln.

Die Leitziele von CRISSI sind:

Die übergeordneten Ziele des Projekts sind:

(1) Der Aufbau eines Konsortiums engagierter Partner in zwei von der Krise stark betroffenen Ländern, Griechenland und Spanien, sowie die weitere Nutzung der Erfahrungen lokaler Akteure, nationaler und internationaler sozialer Netzwerke und renommierter Wissenschaftler aus Deutschland, Südeuropa und darüber hinaus, um unseren Wissensstand über vielversprechende Bottom-up-Lösungen für die anhaltenden vielschichtigen Krisen zu erweitern.

(2) Die Erreichung des ersten Ziels ermöglicht die Entwicklung und Einreichung eines Forschungsvorschlags für das “societal challenges” SC2 Programme (Food security, sustainable agriculture and forestry, marine, maritime and inland water research and the bioeconomy) von HORIZON 2020.


Mitarbeiter: Dr. habil. Dimitrios Zikos

 

Leitung Gesamtprojekt: Dr. habil. Dimitrios Zikos, Prof. Dr. Klaus Eisenack


Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)


Zentrale Ergebnisse: