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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Ressourcenökonomie

Habilitation von Dr. Dimitrios Zikos

Die Bedeutung von Institutionen für Konflikte und Kooperationen als Ergebnisse von Wettbewerb und Ressourcenknappheit

Beginn: 07/2011

Ende: 12/2014

Ziel dieses Projekts ist es, kausale Zusammenhänge zwischen Ressourcenknappheit und Wettbewerb und, daraus resultierend, Konflikte oder Kooperationen zu erkunden, insbesondere die Untersuchung der Bedingungen, die über Konflikt oder Kooperation entscheiden. Für die Analyse solcher Kausalitäten stellt die Bedeutung von formellen und informellen Institutionen bei solchen Prozessen ein Schwerpunkt dieser Forschung dar. Die Arbeitshypothese des Bearbeiters lautet: Das Vorhandensein adäquater und funktionierender Institutionen im Wettbewerb, ein dynamischer Prozess unterschiedlichen Intensitätsausmaßes, bietet die Möglichkeit Kooperationen einzugehen, noch lange bevor es in einem Konflikt eskalieren könnte. Ein dreistufiger methodischer Arbeitsablauf ist vorgesehen:

  • Eine kritische Betrachtung der konzeptionellen Abhandlungen hinsichtlich des bipolaren Ergebnisses von Wettbewerb (Konflikt/Kooperation)
  • Eine Ex-post-Analyse von Fallstudien, in denen Wettbewerb um natürliche Ressourcen entweder in gemeinsames Handeln mündete oder in Konflikte eskalierte
  • Feldforschung unter Einsatz experimenteller Ansätze und Methoden mit einem konfliktvermeidenden und kooperationsfördernden Potential

Die Untersuchungsregionen sind vielfältig und reichen vom institutionell weit entwickelten und wasserreichen Westeuropa (z.B. Deutschland) über das wasserknappe, zugleich ökonomisch instabilere und institutionell weniger gefestigte Südeuropa (z.B. Griechenland und Zypern) bis hin zu ausgewählten asiatischen Ländern (z.B. China und Indien). Für die letzte Ländergruppe lassen sich wachsende regionale Wasservormachtstellungen feststellen, die sich sowohl durch andauernde Wasserkonflikte als auch ausgeprägte intensive Kooperationen auszeichnen. Die theoretische Ausarbeitung des Projekts beruht auf a) Erkenntnissen der Neuen Politischen Ökonomie und Untersuchungen über sozio-ökologische Faktoren die einen Einfluss auf Kooperationen haben und b) einer kritischen Reflektion von weitgehend empirisch basierten Diskursen bezüglich Konflikt/Kooperation als bipolare Ergebnisse vom Wettbewerb um natürliche Ressourcen.

Bearbeiter: Dr. Dimitrios Zikos

Kooperationpartner:

Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Hagedorn

Finanzierung: Teilweise unterstützt durch das Sustainable Hyderabad Projekt (finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung – BMBF) sowie Share Water – RICIP 2010 Projekt (finanziert durch Agència de Gestió d’Ajuts Universitaris i de Recerca von Katalonien, Spanien).

Projekt-Website: www.sustainable-hyderabad.de

Veröffentlichungen und Vorträge: Siehe