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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Ressourcenökonomie

Dissertation von Aseffa Seyoum, 2009

Mikroökonomische Auswirkungen von Maßnahmen zum Schutz der genetischen Ressourcen von wildem Kaffee in Südwest Äthiopien: Forstzonierung und ökonomische Anreize für den Umweltschutz

Beginn: 2006
Ende: 2009

Das Forschungsprojekt untersucht die nachhaltige Nutzung und den Schutz von wildem Kaffee in den Regenwäldern Südwest Äthiopiens. Sowohl Zugangsverbote in der Vergangenheit als auch die derzeitigen Bemühungen des Schutzes durch Waldzonierung, verzeichnen nur bedingte Erfolge. Dies ist zurückzuführen auf Mangel an Wissen über die Eigenschaften der lokalen Haushalte sowie deren Interaktion mit den natürlichen Wäldern. Die Studie hebt den theoretischen und konzeptionellen Rahmen der Interaktion zwischen Wald und lokaler Bevölkerung hervor. Basierend auf die Primärdatenerfassung aus der Yavu Waldregion analysiert der Autor die Auswirkungen der Einrichtung von Schutzgebieten auf die lokale Haushaltswirtschaft sowie Effekte von Entwicklungsmaßnahmen auf die nachhaltige Nutzung und Umweltschutz von Kaffeewäldern. Diese Studie trägt dazu bei, dass das Verständnis gegenüber dem Ernteverhalten der lokal ansässigen Bevölkerung gestärkt werden soll um so zielgerichtet Schutzmaßnahmen zu entwickeln. Es wird deutlich, dass die Einführung exklusiver Forstschutz-Strategien die Armut jedoch verstärken würde, was den erwarteten Schutzeffekt beeinträchtigt. Weiterhin werden Auswirkungen von Interventionen, welche die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben erleichtern, Strategien zur Wahl des Wohnortes in Abhängigkeit zur Arbeitsmöglichkeiten und die Nachfrage nach Produkten aus dem Wald untersucht. Letztendlich empfiehlt diese Studie Strategien, welche die Rolle von wirtschaftlichen Anreizen für den Schutz von Kaffeewälder und lokaler Entwicklung darstellt.



Bearbeiter: Aseffa Seyoum

Kooperationspartner:
Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Hagedorn


Finanzierung: BMBF