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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Institut für Genossenschaftswesen

Neues Drittmittelprojekt zur Rolle ländlicher Genossenschaften

HORIZONTE ERWEITERN – PERSPEKTIVEN ÄNDERN

2017 – 2020

Wie kann Wissen für Innovationen im ländlichen Raum effektiver genutzt werden und welche Rolle können Genossenschaften hierbei spielen?

Im ländlichen Raum in Deutschland findet verglichen mit den Ballungsgebieten und ihrer direkten Umge­bung wenig Innovation und Wissenstransfer statt. Diese Aussage spiegelt die vorherrschende Meinung in Forschung und Politik wider. Allerdings ist festzustellen, dass bestehende Indikatoren für die Einschätzung und Förderung von Innovationspotentialen an den Bedarfen und Potentialen des ländlichen Raumes oft vorbei gehen. Innovative Entwicklungen außerhalb von Agglomerationsräumen werden deshalb nicht sel­ten als „Überraschungen“ wahrgenommen und gelten als wenig systematisierbar. Angesichts der aktuellen Veränderungsprozesse im ländlichen Raum erscheinen solche Aussagen als zu pauschal und vielerorts wi­derlegt.

Ein Forschungskonsortium unter Beteiligung von zwei Frauenhofer Instituten, dem Institut für Länderkun­de in Leipzig, dem Institut für Sozialinnovation und der Raiffeisen-Professur der Humboldt-Universität wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt 1,3 Mill EUR gefördert, um Innovatio­nen und Wissenstransfer-Prozesse im ländlichen Raum besser zu verstehen.

Unter der Leitung von Prof. Hanisch wird ein Team der Humboldt-Universität im Teilprojekt „Kooperation als Schnittstelle“ insbesondere die Rolle von ländlichen Genossenschaften für Wissenstransfer und das In­novationsgeschehen in Deutschland genauer unter die Lupe nehmen. Begonnen hat das Projekt mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin im April.

Über die nächsten drei Jahre werden die Humboldt-WissenschaftlerInnen vorhandene Datenbanken über Innovationsprozesse und Förderaufwendungen analysieren, Indikatorensysteme bewerten, Befragungen in ausgewählten Gemeinden organisieren, Beispiele besonders innovativer Prozesse miteinander verglei­chen und Experten zu Gründungen befragen. Unser Ziel ist es herauszufinden, welche Rolle Genossen­schaften und ihre Verbände für Wissenstransfer und Gründungsszenarien tatsächlich spielen und poten­tiell spielen könnten. Gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen vom Institut für Länderkunde soll es so möglich werden, entsprechende Zusammenhänge auch räumlich beispielsweise auf Kartenmaterial sichtbar zu machen.

Gemeinsam mit den KollegInnen vom Institut für Sozialinnovation und den beiden Frauenhoferinstitu­ten sollen Zukunftsszenarien ländlicher Entwicklung mit neuesten Erkenntnissen über Technologiesprünge und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen verknüpft werden, um Innovationen im ländlichen Raum aus neuen Blickwinkeln zu betrachten.

Die Berliner GenossenschaftswissenschaftlerInnen versprechen sich aus der Einbeziehung von ländlichen Genossenschaften in diese Gesamtfragestellung wichtige Anhaltspunkte für die Verbeserung von Innova­tionsgeschehen und Förderpolitik im ländlichen Raum.
 

Ansprechpartnerinnen sind unsere neuen Kolleginnen im Projekt:

Doktorandin: Katrin Martens, M.Sc. Ressourcenanalyse und -management (ehemals GAU Göttingen)
Doktorandin: Anke Wolff, M.Sc. Integrated Natural Resources Management (HU Berlin)
Studentische Hilfskraft: Theresa Schmidt, Masterstudentin Integrated Natural Resource Management (HU Berlin)
 

Sie finden die Kontaktdaten auf unserer Mitarbeiterseite!

Weitere Informationen finden Sie in unserem Projektflyer [pdf].