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Humboldt-Universität zu Berlin - Lebenswissenschaftliche Fakultät - Institut für Genossenschaftswesen

Neue Methoden für die Genossenschaftswissenschaft

Methodenworkshop vom 27. bis 30. März 2017 an der Humboldt-Universität zu Berlin

Genossenschaften sind als weltweites Phänomen wissenschaftlich voll im Trend. Wie lassen sich ihre Wir­kungen, Leistungen und die Entwickung von Mitgliederbeziehungen besser analysieren, erklären und ver­stehen? Die Raiffeisen-Professur veranstaltete in der letzten Märzwoche vor Semesterbeginn hierzu einen Methodenworkshop. Unser Ziel war es, wichtige Ansätze und Methoden der Genossenschaftsforschung ausgewählten VertreterInnen der kommenden Generation von GenossenschaftsforscherInnen zu vermit­teln und wichtige Kernfragen der Genossenschaftsforschung mit heute führenden WissenschaftlerInnen ge­meinsam aufzuarbeiten. Aus über 60 BewerberInnen wurden 25 besonders vielversprechende angehende GenossenschaftswissenschaftlerInnen ausgewählt und zur Teilnahme nach Berlin eingeladen. Gemeinsam mit Prof. Bijman (Wageningen University), Prof. Iliopoulos (Agricultural University of Athens), Prof. Fulton (University of Saskatchewan), Prof. Filippi (Université de Bordeaux ), Prof. Hess (Christian-Albrechts-Univer­sität zu Kiel), Prof. Hanisch (Humboldt-Universität zu Berlin) und KollegInnen des Fachgebiets wurden in dem einwöchigen Kurs laufende und zukünftige Vorhaben besprochen und methodisch weiterentwickelt.

TeilnehmerInnen und DozentInnen unseres Methodenworkshops im März 2017

Der Workshop bot neben dem vielfältigen Kursprogramm auch eine Plattform, um Netzwerke auszubau­en und die Zusammenarbeit zu verbessern. Im Seminarteil wurde gezielt Methodenwissen über Quali­tative Comparative Analysis (QCA), die Messung sogenannter „Stated Preferences“ oder die Anlage von Discrete Choice Experimenten (DCE) vermittelt und durch Übungen veranschaulicht. Im Vortragsteil gab es vier Hauptvorträge renommierter GenossenschaftsforscherInnen und eine Podiumsdiskussion, die die wichtigsten aktuellen Forschungsfragen, neue Theorieelemente, die Auswahl geeigneter Untersuchungs­methoden, und schließlich die aussichtsreichsten Publikationsstrategien in den Genossenschaftswissen­schaften vermittelten. Eine Evaluierung des Berliner Workshops durch die TeilnehmerInnen ergab gute bis sehr gute Bewertungsergebnisse für die einzelnen Module. Die Raiffeisen-Professur wird in den nächsten Wochen die Ergebnisse des Workshops auswerten und eine Fortsetzung der Initiative und eine Erweite­rung des Workshops um andere methodische Elemente für die Folgejahre erwägen.