Humboldt-Universität zu Berlin - Agrar- und Ernährungspolitik

Abgeschlossene Projekte

BioMaterialities (Nachwuchsgruppe)
Nature and the Transformation of Production, Reproduction and Politics in the High-Tech Bioeconomy

Laufzeit: 2019-2024

Mittelgeber: BMBF

Leitung der Nachwuchsgruppe: Sarah Hackfort (bis 01/2025) und Miriam Boyer

Bearbeitung: Louisa Prause (bis 07/2023), Margit Lindgren (bis 07/2021), Franziska Kusche, Camila Moreno (bis 05/2022), Sarah Saave (seit 02/2022), Johannes Fehrle (seit 06/2022) und Cornelius Heimstädt (seit 09/2023)

BIOMATERIALITIES ist ein fünfjähriges Forschungsprojekt, das sich mit der Materialität lebendiger Natur und ihrer Inwertsetzung in der High-Tech-Bioökonomie beschäftigt. Die Forschungsgruppe besteht aus sechs Doktorandinnen und Postdoktorandinnen, die analysieren, wie sich biophysikalische Prozesse mit sozialen Beziehungen in Bezug auf Produktion, Reproduktion und Politik verschränken und verändern. Die Forschungsgruppe analysiert globale Produktionsnetzwerke und bezieht sich dabei auf Ansätze aus der politischen Ökonomie, der politischen Ökologie, der feministischen Theorie und der kritischen Geographie.

Website: https://biomaterialities.de/

 

CliWaC – Climate and Water under Change

Laufzeit: 2022 – 2024

Mittelgeber: Einstein Stiftung Berlin und Berlin University Alliance

Projektleiter: Peter Feindt

Bearbeitung: Thomas Vogelpohl

Projektpartner: Humboldt-Universität zu Berlin, Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin, Charité Universitätsmedizin Berlin, Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung

Die Einstein Research Unit CliWaC widmet sich als transdisziplinäre Forschungsinitiative der Berlin University Alliance der Untersuchung wasserbezogener Risiken des Klimawandels im Raum Berlin-Brandenburg. CliWaC wird in einem innovativen methodischen Ansatz sozial- und naturwissenschaftliches sowie praktisches Fachwissen von Stakeholdern in einem inter- und transdisziplinären Projekt zusammenbringen, um Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen gegenüber Auswirkungen des Klimawandels zu entwickeln. Der Fokus von CliWaC liegt auf der Modellregion Berlin-Brandenburg. Dies macht es möglich, unterschiedliche natürliche, gesellschaftliche und politische Verhältnisse in den Blick zu nehmen – vor allem in den Interdependenzen städtischer und ländlicher Räume. Diese gehen wiederum mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Handlungsoptionen einher. Die Forschungsthemen von CliWaC umfassen dabei (i) Ökosysteme, Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen, (ii) Überschwemmungs- und Abwassermanagement und (iii) Wasserressourcenmanagement.

Website: https://www.cliwac.de

 

CUBES Circle: Future Food Production

Funded by the German Federal Ministry of Research and Education, Humboldt University of Berlin and project partners

Duration: March 2019 – February 2024

WP leader: Peter Feindt

website

GreenGrass
Innovative use of grassland for a sustainable intensification of agriculture at landscape scale

Laufzeit: 2019-2024

Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (grant no. 031B0734K)

Leitung: Peter Feindt

Bearbeitung: Malte Möck

Projektpartner: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Georg-August-Universität Göttingen, Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen, Horizont Group GmbH, Humboldt-Universität zu Berlin, Justus-Liebig-Universität Gießen, Universität Hohenheim, Universität Kassel, Universität zu Köln, Texas Trading GmbH

Das inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekt GreenGrass entwickelt Innovationen zur Bewirtschaftung von Grünland, um Weidetiere aus dem Stall zurück auf die Weide zu bringen. Virtuelle Zäune, Fernerkundungstechnologien und Software zur Entscheidungsunterstützung bieten neue Möglichkeiten des Grünlandmanagements. Ihre Entwicklung berücksichtigt die Auswirkungen auf Ökosystemleistungen und die Wirtschaftlichkeit im Betrieb wie in der Wertschöpfungskette. Damit diese Innovationen den Bedürfnissen der Praxis Rechnung tragen und sie bereits in ihrer Entwicklung Teil einer sozialen Transformation werden, findet die Forschung als Ko-Kreation statt. In drei deutschen Grünlandregionen (Havelniederung, Solling, Wesermarsch) kommen Praxisakteure aus Landwirtschaft, Tierschutz, Verwaltung und der Wertschöpfungskette regelmäßig in Living Labs zusammen, um die Innovationen zu gestalten und zu erproben.

Website: https://www.greengrass-project.de/

GreenGrass -
Innovation in utilizing the diversity of managed grasslands for a sustainable intensification of agriculture at landscape level

concept stage

Duration: September 2017-March 2018

Funded by the German Federal Ministry of Education and Research under the programme „Agricultural systems of the future“, Göttingen University in collaboration with Technical University Cottbus, Humboldt University at Berlin, Justus-Liebig University Gießen and University Hohenheim,

Co-PI: Peter Feindt

 

IFST 
Social cohesion, food and health: Inclusive food system transition

BUA-Projektpartner: Humboldt-Universität zu Berlin, Freie Universität Berlin, Technische Universität Berlin, Charité Universitätsmedizin Berlin

Weitere Projektpartner: Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau
(IGZ)

Kooperationspartner: FoodBerlin; Ernährungsrat Berlin; Wirtschaftsförderung Brandenburg, Potsdam; Egerton University, Kenya; Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, Berlin; Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e.V; Regionalwert Treuhand, Eichstetten; Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, Bad Belzig; Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Berlin 

Projektkoordination: Prof. Dr. Peter H. Feindt (HU Berlin, Sprecher), Martina Schäfer (TU Berlin, Co-Sprecher), Klaus Jacob (FU Berlin, Co-Sprecher)

Co-PIs (in alphabetischer Reihenfolge): Tilman Brück (IGZ) , Carsten Dreher (FU Berlin), Sarah Hackfort (HU Berlin), Susanne Huyskens-Keil (HU Berlin), Knut Mai (Charité), Cornelia Rauh (TU Berlin), Caroline Stokes (HU Berlin), Jürgen Zentek (FU Berlin)

Projektbearbeitung: Christiane Barnickel (bis März 2023, HU Berlin), Benjamin Hennchen (TU Berlin), Christoph Kubitza (HU Berlin), Dagmara Weckowska (FU Berlin), N.N.

Laufzeit: Januar 2021 - August 2024

Mittelgeber: Gefördert im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern durch die Berlin University Alliance / Supported with funds from the Excellence Initiative of the Federal Government and the Länder by the Berlin University Alliance under the programme line Grand Challenges 1: Social Cohesion, Exploratory Projects

Sozialer Zusammenhalt ist eng mit Ungleichheit und Anfälligkeiten in Ernährungssystem und ernährungsbezogenen Gesundheitsfragen verknüpft. Wechselwirkung bestehen u.a. durch un/gleichen Zugang zu sicheren, gesunden und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln als einer Dimension von sozialer Un/Gleichheit von der lokalen bis zur globalen Ebene, un/faire Arbeitsbedingungen in Wertschöpfungsketten für Lebensmittel, un/gleiche Fähigkeiten, gesunde Ernährungsstile anzunehmen, und die Erfahrung von geteilten oder distinkten sozialen Identitäten durch Essen. Nichtnachhaltige Ernährungsgewohnheiten und Produktion von Nahrungsmitteln tragen zu Ressourcenausbeutung, Biodiversitätsverlust und Klimawandel bei und verstärken dadurch sozioökonomische Ungleichheiten auf allen Ebenen. Eine systematische Integration der Verbindungen zwischen sozialem Zusammenhalt, Ernährung und Gesundheit (social cohesion-food-health-nexus) fehlt aber bisher in Forschung und Praxis.

Das Projekt „Social cohesion, food and health: Inclusive food system transitions” entwickelt und testet daher einen neuen konzeptionellen Rahmen – den Social Cohesion-Food-Health-Nexus – sowie Methoden, um die Dynamiken des sozialen Zusammenhalts in Ernährungssystemen zu bewerten und zu verbessern. Das Projekt integriert dazu Perspektiven aus den Sozial- und Politikwissenschaften, der Ernährungs- und Innovationssystemforschung, der Lebensmitteltechnologie sowie den Medizin- und Ernährungswissenschaften. Das Projekt entwickelt ein Mehrebenenkonzept von sozialem Zusammenhalt und ein Indikatorensystem. Darauf aufbauend analysiert das Projekt, wie breitere Makro-Entwicklungen und soziale und technologische Innovationssysteme mit dem Social Cohesion-Food-Health-Nexus zusammenspielen. Sechs Fallstudien untersuchen Social Cohesion-Food-Health-Dynamiken in sozialen Bottom-Up-Innovationen, Interventionen in Alltagspraktiken, neuen Lebensmitteltechnologien sowie innovativen transnationalen Wertschöpfungsketten. Drei Reallabore (Living Labs), ergänzt um verhaltenswissenschaftliche Experimente, entwickeln und testen Lösungsansätze, um positive Wechselwirkungen zwischen sozialem Zusammenhalt, Ernährung und Gesundheit zu ermöglichen. Praktiker*innen aus verschiedenen Feldern und Ebenen sind an der Entwicklung von System-, Ziel- und Transformationswissen beteiligt. Die Ergebnisse des Projekts sollen die Grundlage für ein künftiges Berlin Centre for Social Cohesion in Food System Transitions bilden.

Link zum Projekt: https://www.ifst-berlin.de/

Nudging und Gestaltung von Agrarumwelt-Maßnahmen

Laufzeit: 01.01.-30.06.2021

Mittelgeber: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG)

Projektleiter: Prof. Dr. Peter H. Feindt

Bearbeitung: Thies Rasmus Popp und Dr. Astrid Häger in Zusammenarbeit mit dem Projektbüro mareg (markt + region)

Ziel des Projektes ist es, Grundlageninformationen zum Thema Nudging im Zusammenhang mit Agrarumweltmaßnahmen zusammenzustellen.
Spätestens seit der Veröffentlichung des Buches „Nudge: Wie man kluge Entscheidungen anstößt“ von Richard Thaler und Cass Sunstein im Jahr 2008 wird das Thema Nudging in Diskussionen zur Politikgestaltung immer wieder aufgegriffen. Befürworter dieses verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes verbinden damit die Erwartung, dass das Verhalten von Akteuren in eine (gesellschaftlich erwünschte) Richtung gelenkt wird, ohne dass die individuelle Entscheidungsfreiheit beeinträchtigt wird und ohne dass auf Ver- und Gebote zurückgegriffen werden muss. Die Handhabung kann für die Verwaltung mit wenig Aufwand und geringen bis gar keinen Umsetzungskonflikten verbunden sein. Deshalb gilt Nudging als kostengünstige und einfache Form der Politikgestaltung. In diesen Vorzügen liegen zugleich Nachteile. Kritiker benennen u. a. eine unzureichende demokratische Legitimation, wenig Chancen, dagegen juristisch vorzugehen, oder eine ethisch-moralisch zu hinterfragende „Besserwisserei“ des Staates bzw. der Verwaltung. Aus diesen Gründen wird argumentiert, dass auf Nudging verzichtet oder zumindest der Einsatz in enge Regeln gefasst werden sollte. In den vergangenen Jahren gab es einige Untersuchungen, die sich mit der Verknüpfung verhaltenswissenschaftlicher Ansätze und der Schnittstelle Landwirtschaft-Umwelt/Natur beschäftigt haben. Sie enthalten Potenziale für neue Ansätze der Politikgestaltung. Mit dem vorliegenden Projekt sollen Fachgrundlagen gelegt werden, auf deren Basis eine ergebnisoffene Diskussion für oder gegen eine Anwendung von Nudges im Bereich der Agrarumwelt-Maßnahmen möglich ist.

 

Susvalue-Trust
Nachhaltigkeitsbasierte Wertschöpfungsketten als Teil des Green Deal: Strategien für Vertrauensbildung und Transparenz

Laufzeit: Mai 2020 – Januar 2021

Mittelgeber: Edmund Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank

Projektleiter: Peter H. Feindt

Bearbeitung: Victoria Dietze und Pascal Grohmann in Zusammenarbeit mit Projektbüro mareg (markt+region)

Das Forschungsprojekt analysiert ausgewählte Projekte und Initiativen, die versuchen, agrarische Wertschöpfungsketten mit besonderen Nachhaltigkeitsleistungen zu etablieren. Solche nachhaltigkeitsbasierten Wertschöpfungsketten gelten als Ansatz, um sowohl die Nachhaltigkeit landwirtschaftlicher Produktion wie auch die Einkommensmöglichkeiten der landwirtschaftlichen Betriebe zu verbessern, indem eine Mehrpreisbereitschaft bei Verbraucherinnen und Verbrauchern erschlossen wird. Die Fallstudien im Projekt sollen es zum einen ermöglichen, die Formen und Mechanismen der Vertrauensbildung in solchen Wertschöpfungsketten zu verstehen. Zum anderen sollen Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Organisations-, Verwaltungs- und Kontrollstrukturen die Vertrauensbildung und Transparenz und damit die erfolgreiche Etablierung nachhaltigkeitsbasierter Wertschöpfungsketten fördern. Weiterhin soll abgeleitet werden, welcher Förder- und Unterstützungsbedarf ggf. auf verschiedenen Ebenen der Wertschöpfungskette besteht. Die Untersuchung bestehender Projekte und Initiativen soll dazu dienen, Handlungsempfehlungen zur Förderung nachhaltigkeitsbasierter Wertschöpfungsketten abzuleiten, welche die Ziele des "Green Deal" der EU unterstützen können.

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PolDeRBio

PolDeRBio addresses the lack of a comprehensive policy design perspective on the development of bioeconomy policies that pay attention to the resilience of the bio-based production systems (BBPS) on which bioeconomies rest. It combines a ‘new’ policy design perspective with historical and discursive institutionalism and resilience thinking in order to develop and apply tools to assess the bioeconomy policies in 49 countries. PolDeRBio analyses national bioeconomy policies as institutionalization of country-specific bioeconomy discourses, which at the same time contribute to and are an expression of the capability of the developing bioeconomy state. By conceptualising bioeconomy policies as the institutionalization of policy ideas, the research project creates the ‘bioeconomy state’ embedded in institutional trajectories, socio-economic conditions and ecological challenges. PolDeRBio stimulates cross-national policy learning and contributes to more effective and efficient policy design for resilient bioeconomies.

Laufzeit: 01.08.2019 – 31.12.2023

Mittelgeber: BMBF

Projektleiter: Peter H. Feindt

Bearbeitung: Maria Proestou (bis 02/2023), Nicolai Goritz (né Schulz) (bis 02/2023), Giorgio Varanini (bis 10/2023), Jonas von Pfister (seit Herbst 2021), Veronica Turl (bis Sommer 2021), Katrin Daedlow (bis 12/2019), Narimeh Paeplow

Website: https://agrarpolitik.hu-berlin.de/forschung/projekte/polderbio/

WuP-GAP
Improving the efficiency and practicability of the CAP from an environmental perspective through surveys and expert interviews

Laufzeit: November 2018-August 2020

Mittelgeber: German Federal Environment Agency

Projektleiter: Peter H. Feindt

Bearbeiter: Pascal Grohmann in Zusammenarbeit mit mareg Projektbüro Markt & Region

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ZA-NExUS 2
Zukunftsfähige Agrarpolitik: Natur erhalten, Umwelt sichern
- Vertiefungsstudie

Laufzeit: 2018 -2020

Mittelgeber: BfN

Projektleiter: Peter H. Feindt

Bearbeiterinnen: Ronja Strauch (bis 11/2018) / Victoria Dietze (seit 12/2018)

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