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Humboldt-Universität zu Berlin - Ressourcenökonomie

Habilitation von Dr. Maja Schlüter

Mechanismen der Veränderung und Resilienz gekoppelter sozial-ökologischer Systeme am Beispiel der Wasser- und Fischereinutzung

Beginn: 01/2010

Ende: 12/2013

Resilienz ist die Fähigkeit eines Systems, Störungen und ökologischen oder sozio-ökonomischen Wandel abzupuffern oder sie für eine Neuorganisation zu nutzen mit dem Ziel die wichtigsten Funktionen des Systems zu erhalten. Die Dynamik und Resilienz von sozial-ökologischen Systemen wird bestimmt durch die Interaktionen von Akteuren, Governance-systemen und den ökologischen und biophysikalischen Systemen von denen sie abhängig sind. Unsere Kenntnisse über komplexe sozial-ökologische Interaktionen und deren Auswirkungen für Dynamik und Resilienz sind bisher jedoch gering.

Ziel diese Habilitation ist es, Mechanismen der Resilienz gekoppelter sozial-ökologischer Systeme mit Hilfe theoretisch- und empirisch-basierter Modellieransätze am Beispiel der Gewässer- und Fischereinutzung zu identifizieren und das so erreichte Verständnis über die Dynamik dieser Systeme in die Entwicklung robuster Managementstrategien zur Erhöhung ihrer Resilienz einfließen zu lassen. Als konzeptionelles Rahmenwerk wird das von Ostrom (2007) vorgeschlagene SES framework dahingehen weiterentwickelt, dass es die Analyse von dynamischen sozial-ökologischen Prozessen ermöglicht. In empirischen und modellbasierten Studien werden dabei folgende Aspekte schwerpunktmäßig untersucht:

a) die Bedeutung sozial-ökologischer Rückkopplungsprozesse und Pfadabhängigkeiten für die Resilienz und die Governance
    natürlicher Ressourcen

b) die Rolle von Diversität in der Ressourcennutzung für Resilienz gegenüber Schwankungen und Unsicherheiten in der
    Ressourcenverfügbarkeit

c) die Bedeutung der Governancestruktur für soziales Lernen und die Fähigkeit des sozialen Systems sich an Veränderungen
    anzupassen

Bearbeiter: Dr. Maja Schlüter

Kooperationpartner:

  • Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Projekt Besatzfisch, Prof. Robert Arlinghaus
  • Stockholm Resilience Centre, Stockholm, Sweden
  • Department of Ecology and Evolutionary Biology, Princeton University, Prof. Simon Levin
  • Institut für Umweltsystemforschung, Universität Osnabrück, Prof. Claudia Pahl-Wostl
  • Department of Ecological Modeling, Helmholtz-Institute of Environmental Research, Leipzig, Prof. Karin Frank
  • SESclub (interdisziplinäre Gruppe von europäischen Wissenschaftlern und Elinor Ostrom zur Entwicklung eines SES frameworks)


Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Hagedorn

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Programm zur sozial-ökologischen Forschung und starting grant des European Research Council für Maja Schlüter

Projekt-Website: www.besatz-fisch.de

Veröffentlichungen und Vorträge: siehe