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Humboldt-Universität zu Berlin - Ressourcenökonomie

Dissertation von Jens Rommel

Die vermittelnde Rolle von Institutionen kollektiven Handelns bei Ungleichheit
Beginn: Juni 2010
Ende: Juni 2013

Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten der letzten Jahre beschäftigen sich mit dem kollektiven Management natürlicher Ressourcen. So zeigt zum Beispiel Elinor Ostrom, dass unter bestimmten Bedingungen kollektives Management von Allmendegütern der vorteilhafte Governance-Modus sein kann. Hierdurch lasse sich eine Ressourcennutzung nahe am sozialen Optimum erzielen. Zahlreiche exogene Faktoren beeinflussen den Erfolg kollektiven Handelns. Für die Nutzergemeinde ist dies unter anderem Ungleichheit. Neueste Studien zeigen, dass sich Nutzergruppen durch die Gestaltung von Institutionen an diese Ungleichheiten anpassen. Diese Diskussion ist jedoch längst noch nicht erschöpft. Insbesondere ist wenig über den Gestaltungsprozess von Institutionen, Gemeinsamkeiten in der Struktur institutionellen Wandelns unter Ungleichheit und den Einfluss von Ungleichheit auf die Ergebnisse des kollektiven Handlungsprozesses bekannt. In meinem Dissertationsprojekt untersuche ich, wie Nutzergruppen Institutionen unter Ungleichheit gestalten. Den empoirischen Teil der Arbeit werde ich in Slums der zukünftigen Megastadt Hyderabad durchführen. Akut bedrohliche Probleme der Ressourcendegradierung und eine Vielzahl kollektiver Nutzergruppen bilden hier eine gute Grundlage. Methodisch beginnt das Projekt mit der Durchführung mehrerer Fallstudien auf deren Basis ein „public good game“ mit Treatments ungleicher Vermögensverteilung und „endogener Institutionenwahl“ durchgeführt wird. Aus der Kombination der beiden Methoden lassen sich verallgemeinerbare Ergebnisse gewinnen, ohne den spezifischen Kontext Hyderabads aus den Augen zu vernachlässigen.

Bearbeiter: Rommel, Jens

Betreuer: Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Hagedorn

Finanzierung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)